Geschichtliches und wissenswertes über`s

Fingerhakeln

Das Fingerhakeln ist eine Art Tauziehen ohne Tau. Zwei Burschen sitzen sich an einem Tisch gegenüber. Sie >hakeln< die Mittelfinger ihrer rechten Hand ineinander (d. h. in der Regel ihrer rechten Hände, es gibt auch linke Hakler, die, wie die Linkshänder in anderen Sportarten, gefürchtet sind), dürfen sich mit der anderen Hand am Tischrand festhalten, und dann wird gezogen. Es gibt nun die Möglichkeit, daß der Tisch zerquetscht, daß ein Finger oder - falls dieser fester angewachsen sein sollte - ein Arm ausgerissen wird. Leistenbruch, Blähhals und Kropfbildung werden durch das Fingerhakeln gefördert.

Auf diese, amüsante, Weise beschreibt Herbert Rosendorfer, in seinem Buch "Königlich - bayerisches Sportbrevier", das Fingerhakeln.

Ganz so ist es aber nicht. Es steckt schon etwas mehr als "Blähhals und Kropfbildung" hinter diesem, von vielen immer noch als "urig" oder (besonders für die "ausserbayerischen" Nichtausländer) "sepperlmäßig" betrachteten, Brauchtumssport.